Was ist Nachhaltigkeit überhaupt?

Für mich ist Nachhaltigkeit der weitsichtige und verantwortungsvolle Umgang mit unserem Planeten. Alles, was den aktuellen Fortbestand der Erde gefährdet ist auf den Umgang mit unserer Umwelt zurückzuführen.

Der Duden definiert Nachhaltigkeit als ein „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“ Wenn man sich das durchliest wird ganz schnell klar: Wir Erdbewohner haben ein massives Problem, was Nachhaltigkeit betrifft.

Den Ernst der Lage haben leider noch viel zu wenige begriffen. Weiter werden munter fossile Brennstoffe abgebaut und in die Luft geblasen, Pflanzen in Massen angebaut, für die wertvolle Regenwälder weichen müssen, Produkte im Überfluss produziert und konsumiert und Gesetze erlassen, die dem NICHT entgegenwirken. Leonardo Di Caprio’s Dokumentation „Before the Flood“ veranschaulicht das ganz schön und beim Ansehen wird einem fast schlecht. Er zeigt in verständlicher Weise, wie unser aktuelles Verhalten den Klimawandel beschleunigt und welche Folgen das haben kann. Das Magazin Viertel Vor Mag hat die wichtigsten Punkte hier zusammengefasst.

In der Dokumentation tauchen Zitate auf, wie:

„2040 wird es möglich sein über den Nordpol zu segeln!“

„Da draußen sind mehr als eine Milliarde Menschen, die ohne Elektrizität leben. Sie wollen den gleichen Lebensstil erreichen, den wir leben!“

„2015 haben Regenwald Rodungen täglich mehr CO2 produziert, als die gesamte US Wirtschaft zusammen – vor allem, um Palmöl anzubauen.“

Das sind beunruhigende Aussagen und ich fühle mich etwas machtlos. Doch diese Einstellung bringt niemanden weiter. Auch kleine Schritte bewegen etwas. Je mehr Menschen diese kleinen Schritte gehen, umso mehr kann bewirkt werden. Wir haben es in der Hand, wie die Nachfrage nach bestimmten Produkten aussieht, sei dies nach Ökostrom, ein Rückgang im Fleischkonsum, der Verzicht auf ein Auto oder auch einfach nur die Plastiktüte. Bei letztem Beispiel hat sich 2016 eine Menge bewegt. Saturn, dm, H&M und viele andere Ladenketten haben die Plastiktüte abgeschafft! Und warum? Weil diese immer stärker in die Kritik geraten sind und sie diese Bewegung in der Gesellschaft für sich genutzt haben. Natürlich haben sie dadurch auch monetäre Vorteile, weil sie Kosten einsparen können. Aber das ist in dem Zusammenhang egal, Hauptsache die ökologischen Auswirkungen stimmen. Weiter so!

 

Auch ich bin nicht perfekt

Mit meinem Blog möchte ich gar nicht finger pointing betreiben oder belehrend sein. Auch ich bin nicht perfekt und trage täglich dazu bei, dass CO2 in die Atmosphäre aufsteigt, Müll entsteht und Palmöl konsumiert wird. Es ist auch verdammt schwer, dem zu entgehen. Ich möchte allerdings Stück für Stück etwas dagegen tun und Ihr könnt mich begleiten, wenn Ihr Lust habt. Einen Zero Waste Standard habe ich noch nicht, aber jeder fängt mal klein an. Bislang verzichte ich auf jegliche Plastiktüten. Leider habe ich versäumt meinen Verzicht im letzten Jahr zu zählen, das will ich aber 2017 nachholen und eine kleine Statistik anfertigen. Mülltüten werden in meinem Haushalt keine verbraucht. Wir bringen unseren getrennten Müll direkt nach draußen in die jeweilige Tonne. Wasser trinken wir aus der Leitung oder wir kaufen Glasflaschen. Strom sparen wir an allen möglichen Stellen, ohne uns großartig einzuschränken. Zu all diesen kleinen Schritten möchte ich noch einen eigenen Beitrag schreiben, aber beispielsweise wird der Internet Router nachts immer ausgeschaltet und sobald wir das Haus verlassen. Ich gehe wann immer möglich Treppen, anstatt den Aufzug oder die Rolltreppe zu nutzen, insbesondere, wenn diese einen Anrollmechanismus hat, also erst anspringt, wenn jemand auf sie zu geht. Pfannen und Töpfe, Tassen und manchmal auch Teller werden mehrmals genutzt und die Spülmaschine läuft maximal einmal die Woche. Ich könnte hier endlos weitermachen.

Ich war immer schon sehr naturverbunden und umweltbewusst. Der Eye-Opener kam aber erst vor ca drei Jahren als ich, so banal das klingen mag, über die Verpackung meiner Salatgurke und den Sinn dahinter nachgedacht habe, was mich zu noch viel mehr unsinnigen Verpackungen brachte. Ich saß mit meinem Cousin auf unserer Terrasse und sagte zu ihm „Du, es ist doch total sinnfrei eine Gurke, Äpfel und Salat in Plastik zu verpacken. Wieso kann man im Supermarkt nicht viel mehr unverpackt einkaufen“. Daraufhin hat er mir gesagt, dass es das schon gebe und zwei Mädels in Berlin dort gerade für einen „Unverpackt Laden“ Geld sammeln. Natürlich sprach er von „Original Unverpackt“ und seit diesem Zeitpunkt ließ mich das Thema nicht mehr los. Zwischenzeitlich wollte ich in meiner Stadt auch einen Unverpackt Laden eröffnen, doch dazu in einem weiteren Post bald mehr.

Und so las ich mich immer weiter in die Materie ein. Direkt wurde Bea Johnson’s Buch „Zero Waste Home“ gekauft und seitdem wurde mir immer bewusster, welch unnötige Dinge man besitzt, kauft und auch glaubt, es gebe keine umweltbewussteren, günstigeren und naheliegenderen Produkte. Man hat es schlichtweg verlernt. Jedenfalls wurde ich seitdem immer bewusster in meinem Konsum und werde Euch einige Erkenntnisse auf Susistainability verraten und neue Ideen gemeinsam mit Euch ausprobieren.

Ich freue mich auf unsere Reise!

Eure Susie

 

 

 


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